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Es werden Posts vom Januar, 2019 angezeigt.

Noch mehr Tempel - diesmal überflutet .... und riesige Ratten!

Heute fahren wir in den Norden ins Naturschutzgebiet um Kbal Spean. Ein Aufstieg durch den Wald führt uns zum Fluss der tausend Lingas, die zusammen mit ein paar indischen Gottheiten, ins Flussbett gemeißelt wurden. Dadurch soll das Wasser geheiligt werden und die Felder noch fruchtbarer machen. (Linga = Penis) Unterwegs erzählt uns Tock, als Junge von Land, viel über die Natur. Wir treffen unterwegs auch seinen "Gott", wie er sagt; seinen ehemaligen Lehrer. Auch die heute noch gebräuchlichen Riten des naturistischen Glaubens erklärt er uns. So gelten manche grosse Steine und Bäume als heilig und werden mit Stöckchen gütig gestimmt. Auf dem Rückweg besuchen wir in der Mittagsglut Banteay Srey und Banteay Samré. Statt in einer Zuckerrohr-Presssaft-Manufaktur, bitten wir Tock uns im APOPO-Zentrum abzusetzen. Dort werden afrikanische Riesen-Beutelratten darauf abgerichtet Minen zu erschnüffeln. Da Minen bei 3 kg detonieren und d...

Die Tempel von Angkor

Von Siem Reap aus unternehmen wir mehrere Ausflüge in verschiedenste Tempel. Diese wurden glücklicherweise, als "echte Khmer-Tempel", von den Khmer Rouge verschont, während vor allem alle buddhistischen Wats als Gefängnisse und Killing Fields missbraucht oder ganz zerstört wurden. Wir starten am Südtor von Angkor Thom und arbeiten uns zu seinem Zentrum, dem Bayon, vor. Die Friese (Bas-reliefs) mit Darstellungen von Schlachten zwischen Khmer, Siams und Champas sind beeindruckend in ihrer Aussagekraft. Die 216 riesigen, lächelnden Gesichter des König-Gottes Jayavarman VII bezaubernd. In den Ecktürmen hört man haufenweise Fledermäuse, sieht aber leider keine. Wir wandern weiter an Affenfamilien vorbei zum Himmels-Tempel Baphuon. Der Aufstieg über drei Ebenen symbolisiert Hölle, Leben und Himmel. Auf der Rückseite ist ein gigantischer liegender Buddha zu erahnen. Dieser Tempel gilt als das größte Puzzle, das e...

Das Mekong-Delta

Heute fahren wir erst nach Ben Tre, auf eine kleine Insel zwischen zwei Seitenarmen des Mekong. Wir besichtigen eine Ziegelei, in der gefüllte und gelochte Backsteine manuell gefertigt werden. Zum Brennen werden sie kunstvoll in riesige Ofenkammern geschichtet um das Gewicht und den Durchzug und somit den Wärmefluss perfekt zu verteilen. Nebenan brennt die Produktion der letzten Woche während zehn Tagen in der Reisspelzen-Hitze. Nach einwöchigem abkühlen, können sie dann verkauft werden. Ein Boot fährt uns weiter zur Imkerei mit klitztekleinen, gestreiften Bienen. Dort gibt es süssen Pollen-Tee und die Effekte von Gelée royale werden uns demonstriert. Weiter geht es zur Obstdegustation, während nebenan zwei alte Frauen uns zeigen wie sie gemeinsam Binsenmatten weben. Jetzt geht es auf dem Fahrrad durch die Plantagen, an riesigen Spinnen vorbei. Nach einem üppigen Mahl mit Huong besteigen wir ein kleines Sampan und werden fachm...

Saigon und die Cu Chi Tunnel

Wir starten nördlich von Ho Chi Minh City mit dem Besuch der Cu Chi Tunnel. Im Gegensatz zum Tunnelsystem in Vinh Moc, diente dieses weniger der Zivilbevölkerung als der aktiven Kriegsführung und wurde bereits während des Kriegs gegen Frankreich gegraben und später weiter ausgebaut. Die Ausstellung beeindruckt durch ihre explizite Darstellung der Guerilla-Techniken inklusive aller denkbaren Fallen und Tricks. Dazu gehören als Termitenhügel getarnte Belüftungsschächte und Sandalen, welche verkehrte Fussspuren hinterlassen. Die Tunnel sind viel enger als jene in Vinh Moc. Sogar jene paar Dutzend Meter, welche extra für Touristen vergrößert wurden, sind nur mit Mühe zu bewältigen. Nach 40 Metern geben wir erschöpft auf. Wir fahren nach Saigon, stundenlang im Abendstau, vom Verkehr förmlich erschlagen.

Königsgräber und Champa-Museum

Schweren Herzens verlassen wir unsere weitläufige Ecolodge und besichtigen noch das Grab von Tu Duc. Als erzwungener Kollaborateur der Franzosen, hatte er sich schon zu Lebzeiten in sein zukünftiges und äußerst luxuriöses Grabgemach zurückgezogen um den Anfeindungen seiner Mandarine und des Volkes zu entfliehen. Sein Leichnam wurde nicht im Grab, sondern in einem Tunnellabyrinth versteckt begraben. Die freiwilligen Sargträger danach lebendig mit eingegraben um das Geheimnis zu wahren. Seine Frauen verbrachten den Rest ihres teils noch sehr langen Lebens eingesperrt auf dem Grabgelände, um ihm weiter zu huldigen und Räucherstäbchen zu entzünden. Wir fahren im strömenden Regen über den Wolkenpass, die Wetterscheide Vietnams. Fazit: das Wetter ist auf beiden Seiten garstig, die Aussicht entsprechend wenig und auch 3-Wetter-Taft würde hier komplett versagen..... In Da Nang besuchen wir das eindrückliche Champa-Muse...

Steil abwärts im Bach Ma Nationalpark

Der höchste Berg im Park ist 1450 m hoch, und das knapp 6 km von der Küste weg. Wir fahren also mit dem Auto hoch und besichtigen erst die Gipfelhütte. Allerdings auch nur, weil Huy die von ihm gewünschte Haltebucht knapp verpasst hat und der Fahrer uns oben abgesetzt hat. Wir geniessen die prächtig neblige Aussicht und die spannenden Wandbilder  zum französischen Kolonialismus. Nachher fahren wir zurück zum Ort wo die 5-Seen-Wanderung startet. Hier erklärt Huy meinem Vater, dass "er jetzt mit mir wandern gehe, aber bei allem Respekt, in ihrem Alter, Jacques....... Sie werden mit dem Chauffeur im Auto warten und uns dann am Wasserfall treffen." Selbstverständlich weigern wir uns diesmal vehement auf diesen lieb gemeinten Vorschlag einzugehen, haben wir doch bewusst eine Urwaldwanderung gebucht. Wir wandern und klettern also gemütlich durch den Urwald, steile Felswände hinab, immer gut gesichert mit einem Handseil und manchmal ...

Die Zitadelle von Hue

Wir verlassen unsere Ecolodge, welche wunderschön in eine alte Pomeloplantage eingebettet ist, um die Zitadelle von Hue zu besichtigen. Prächtig dekorierte Paläste für den König, seine Mutter, seine Königin und seine zahlreichen Konkubinen und die Eunuchen. Leider wurde die verbotene Stadt dermaßen bombardiert, dass nur noch der Thronsaal wirklich antik ist. Der Rest wurde in den letzten zwanzig Jahren nachgebaut, sieht aber dank dem Klima bereits jetzt würdevoll gealtert aus. Dank unserem Führer geniessen wir richtig authentisches Essen, welches wirklich erst erklärt werden muss. So etwa selbstgerollte Rollen aus einer Lage trockenem Reispapier, mit dem man das feuchte Reispapier aufliest. Darauf zerbröckeln wir das frittierte Reispapier mit Sesam, belegen es mit Sojasprossen und Bananenblütenschnippseln, legen ein Stück Schweine-"Roastbeef" darauf und rollen nun das Ganze um es in fermentierter Fischsauce getunkt zu ess...

Die Abgründe der Vinh Moc Tunnels

Wir fahren weiter nach Süden und besuchen unterwegs die Vinh Moc Tunnels. Ein weitläufiges Tunnelsystem auf drei Ebenen, mit Belüftungsschächten und Transportgräben zum Strand hin, für die Versorgung mit Waffen. Ein ganzes Dorf von tausend Einwohnern hat sich hier jahrzehntelang während der Luftangriffe versteckt, um zwischendurch rauszukommen und weiterhin die Felder zu bestellen. Jede Familie hatte im Tunnel eine kleine Kammer von 1 x 2m. Es gab aber auch Versammlungsräume für Besprechungen, die etwas breiter sind und bis zu 50 Personen fassen. Als wir ankommen sind gerade scharenweise vietnamesische Veteranen unterwegs. Alle in Uniform und hoch dekoriert mit zahlreichen sternförmigen Medaillen an der Brust. Männer und Frauen. Als wir aus den engen Tunnels wieder auftauchen sind sie alle weg, sprichwörtlich vom Erdboden verschluckt. Auf dem Weg nach Hue, überqueren wir den damals strategisch wichtigen Grenzfluss am 17...

Phong Nha Ke Bang Nationalpark

Ab Dong Hoi fahren wir mit Hui in den Nationalpark, der für seine riesigen Karsthöhlen bekannt ist. Schon die Bootsfahrt zur Höhle ist spannend, können wir doch die Fischer beim frühmorgendlichen Algen sammeln beobachten. Diese Algen dienen als Viehfutter und als Dünger auf den Feldern. Auch die Phong Nha Höhle wird per Boot besichtigt, während über uns hunderte Fledermäuse kreischen. Anschließend wandern wir durch den Primärwald zur Paradise Cave, die 31 km lang sein soll. Die Ausmaße sind in alle Richtungen gewaltig. Mit grossem Glück sehen wir auf dem Rückweg sogar noch einen scheuen Indochinesischen Languren. Unser Hotel liegt diesmal total im Grünen. Mit Fahrrädern, Kanus und viel Getier. Sogar eine Blindschleiche mit klitzekleinen Beinen ist zu finden.

Bai Tu Long Bay

Statt in die Ha Long Bucht fahren wir etwas nördlicher in die Bay Tu Long Bay. Die Bucht des kleinen Drachen. Sie ist tatsächlich etwas ruhiger und weniger überlaufen als diese. Wir genießen die atemberaubende Landschaft vom Deck des wirklich wunderschönen Schiffes. Glücklicherweise hatte die vorgesehene Dschunke letzthin eine Panne, so dass wir jetzt mit der gleichen Belegung von zwanzig Personen ein doppelt so großes Schiff haben. Die Kajakfahrt erlaubt es uns die Felsen hautnah zu umrunden, Nachtreiher zu beobachten und an einem Sandstrand zu landen, wo unser Koch im Dickicht Süßkartoffeln für das Abendessen ausgräbt. Am nächsten Tag steht noch der Besuch einer Karsthöhle an, bevor wir zurück nach Hanoi fahren. Dort besuchen wir das Ethnologische Museum und besteigen den Nachtzug nach Dong Hoi.

Must see - Museen

Wir besuchen als erstes den hinreißenden Bach Ma Tempel. Den ältesten der Stadt, mit dem weissen Pferd, welches den König überhaupt erst an diesen Ort geführt haben soll um Hanoi zu gründen. Danach schlendern wir durch die Markthallen, oder quetschen uns an riesigen Bergen von trockenen Pilzen, Gewürzen und mehr oder weniger essbar aussehenden Tieren hindurch. Ein Taxi bringt uns zum "botanischen Garten" mit seinen Ratten, Tauben und gewaltigen Bäumen. Von hier navigieren wir an Schlangen von Schulkindern, die alle Onkel Ho besuchen, vorbei zum "Museum of fine Arts". Hier verbringen wir Stunden zwischen wunderschönen Seidenmalereien, Lackbildern und düster-grünen Dschungel-Kriegsbildern. Nachmittags informieren wir uns noch im Frauenmuseum über das tägliche Leben der Obsthändlerinnen, die knapp überleben um ihre Familien durchzubringen. Über diverse, teils skurrile Hochzeitsbräuche. Und über di...

Volles Programm mit Liem Vu Van

Frühmorgens holt uns Vu zur Stadtführung ab. Leider ist sie an einem Montag eingeplant, Tag an dem die meisten Museen und Mausoleen geschlossen haben. Dennoch gelingt es ihm unseren Tag mit diversen Besichtigungen zu füllen. Wir starten am Westsee mit der Tran Quoc Pagode, wo wir zufällig Zeugen einer Bestattungs-Zeremonie werden und entsprechend keine Fotos der trauernden Familie machen, die an den weissen Stirnbändern zu erkennen wären. Von dort schlendern wir weiter durch das Regierungsviertel, am Parteitag vorbei, der quitschgelben Belle-Epoque-Präsidentenvilla und zum Ho Chi Minh Mausoleum. Der Literatur-Tempel, die älteste Universität Vietnams, hat glücklicherweise geöffnet. So können wir die verschiedenen Schildkröten, welche Professoren darstellen, bewundern. Verschiedenste Altäre beeindrucken durch ihre Farbenpracht, den Räucherstäbchenduft und die originellen Gaben. Nahtlos gehen wir über ...

Abflug im Schneegestöber

Als fertig gepackt war, setzte, zur großen Freude der Kinder, endlich der langersehnte Schnee ein. Den Flughafen erreichten wir noch ohne Probleme, auch das riesige Flugzeug wurde zügig beladen..... um dann 3 Stunden auf die Enteisung zu warten. Diese war dann nach 3 Stunden im Schneegestöber auch wirklich dringend notwendig. Endlich konnten wir abheben. Allerdings ohne jede Hoffnung den Anschluss in Dubais Riesenflughafen zu erwischen. Als wir 3 Filme später landeten, die Überraschung: unser Anschluss geht erst in eineinhalb Stunden ab Gate B24. Wir landen am Gate B17. Das müsste doch machbar sein.... Tatsächlich müssen wir natürlich noch zuerst einmal rund durch das Gebäude rolltreppenrennen. Durch die Gepäckkontrolle, und hinten wieder drauf und alles zurück. Um festzustellen,dass, Ironie das Schicksals, unser Anschlussflug ab Gate B17 fliegt. Aber Hauptsache wir habens geschafft und uns gleich noch etwas Bewegung verscha...